Vermeidung von Wohnungslosigkeit durch die Anlaufstelle Shelter
20251709 · Antwort der Verwaltung · 16.12.2025 · Amt für Soziales
▶ KI-Zusammenfassung
Leichter Anstieg bei Shelter-Anfragen
Im Jahr 2024 verzeichnete Shelter 151 Anfragen, was einen leichten Anstieg gegenüber 140 Anfragen im Jahr 2023 bedeutet. Von den 80 erfolgreichen Wohnungsvermittlungen entfielen 55 auf Ein-Personen-Haushalte und 25 auf Mehrpersonenhaushalte. Bei letzteren handelte es sich um zwölf Zwei-Personen-Haushalte, neun Drei-Personen-Haushalte, zwei Vier-Personen-Haushalte sowie jeweils einen Fünf- und Sechs-Personen-Haushalt.
Präventionsteam verzeichnet deutlichen Zuwachs
Deutlich stärker gestiegen sind die Zahlen beim Präventionsteam, das sich um die Vermeidung von Wohnraumverlust kümmert. Die Haushalte in Beratung stiegen von 626 im Zeitraum Januar bis Mai 2024 auf bereits 722 im gleichen Zeitraum 2025. Auch Beratungen wegen Räumungsklagen nahmen von 116 auf 135 zu.
Personelle Ausstattung noch ausreichend
Das Shelter-Team besteht aus einer Vollzeit-Immobilienfachkraft und drei Vollzeitstellen für Soziale Arbeit, die auf vier Mitarbeiterinnen verteilt sind. Nach Angaben der Verwaltung ist die Bewältigung der Anfragen derzeit noch leistbar. Die besondere Herausforderung liege jedoch im allgemeinen Wohnungsmangel, der eine passgenaue Vermittlung erschwere.
Beim Präventionsteam sieht die Situation anders aus: Bei einer Verstetigung der steigenden Zahlen sei der wachsende Beratungsbedarf mit dem derzeitigen Personal "sehr herausfordernd", insbesondere bei der Abdeckung der Öffnungszeiten und der Durchführung passgenauer Termine und Hausbesuche.
Weitere Steigerung der Anfragen erwartet
Die Verwaltung rechnet mit einem weiteren Anstieg der Shelter-Anfragen, da die Zahl der Wohnungslosen weiter steige. Dies gelte insbesondere dann, wenn drohende Wohnungslosigkeit durch das Präventionsteam nicht rechtzeitig abgewendet werden könne.
Die Verwaltung stellte klar, dass es nicht zu Shelters Aufgaben gehört, Kündigungen abzuwenden - dies ist Aufgabe des Präventionsteams als erste Säule der Wohnungsnotfallhilfen. Abgewendete Kündigungen werden allerdings statistisch nicht erfasst.