Betriebliches Mobilitätsmanagement auf MARK 51°7 - Abschlussbericht
20260312 · Mitteilung der Verwaltung · 25.02.2026 · Amt für Stadtplanung und Wohnen
▶ KI-Zusammenfassung
Herausforderungen in der Startphase
Die Umsetzung erwies sich als komplexer als ursprünglich geplant. Viele Unternehmen befanden sich zum Projektstart noch im Baugenehmigungsverfahren oder in Umzugssituationen. Die Kommunikation gestaltete sich schwierig, da Ansprechpersonen auf verschiedenen Ebenen gesucht werden mussten - neben Unternehmensleitungen waren auch Projektentwickler und Architekten eingebunden.
Die beauftragten Institute B.A.U.M. Consult GmbH und EcoLibro GmbH passten daraufhin ihr Beratungsangebot an und konnten bei den interessierten Unternehmen intensiver beraten.
Vielfältige Maßnahmen umgesetzt
Im Projektverlauf entstand ein breites Spektrum an Informations- und Beratungsangeboten:
Online- und Präsenz-Workshops sowie Erreichbarkeitsanalysen
Regelmäßige Teilnahme an Netzwerkevents auf MARK 51°7
Entwicklung eines spezialisierten Qualifizierungsangebots in Kooperation mit IHK/BEMO
Vertriebskampagnen gemeinsam mit BOGESTRA, Stadtwerken und TIER
Videopodcast-Produktion und LinkedIn-Marketing
Ein besonderer Fokus lag auf der Beratung während der Bauantragstellung. Durch die neue Stellplatzsatzung können Unternehmen die Anzahl der Pkw-Stellplätze mittels Mobilitätskonzept reduzieren.
Positive Bewertung trotz Herausforderungen
Die Projektevaluation zeigt, dass die Implementierung von BMM in Gewerbegebieten spezifische Herausforderungen mit sich bringt, besonders in frühen Entwicklungsphasen. Messbare Mobilitätsveränderungen sind kurzfristig schwer nachweisbar, jedoch konnten die Aspekte des Betrieblichen Mobilitätsmanagements erfolgreich in die Unternehmen transportiert werden.
Als effektivste Kommunikationswege erwiesen sich persönliche Ansprache und strategische Partnerschaften. Hemmnisse entstanden durch die geringe Priorität von Mobilitätsthemen in Unternehmen und den hohen Ressourcenbedarf während Bau- und Umzugsprozessen.
Empfehlungen für künftige Projekte
Aus den Erfahrungen leitet die Verwaltung zentrale Erfolgsfaktoren für nachhaltige Mobilität in Gewerbegebieten ab:
Frühzeitige Integration von Mobilitätsthemen in Planungs- und Bauphasen
Verstärkte Vernetzung zwischen Unternehmen, Mobilitätsanbietern und städtischen Akteuren
Aufbau von Anreizsystemen und baurechtlichen Steuerungsmöglichkeiten
Niedrigschwellige Informations- und Schulungsangebote
Langfristige Zuständigkeit für Koordination und Verstetigung
Die Projektergebnisse wurden im Dezember 2025 in der Broschüre "Kurzgesagt... Strategien und Instrumente für nachhaltige Mobilität in neuen Gewerbegebieten" des Zukunftsnetz Mobilität NRW veröffentlicht.