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Verlängerung Linie 357 nach Essen-Eiberg

20260694 · Mitteilung der Verwaltung · 29.04.2026 · Tiefbauamt

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KI-Zusammenfassung

SPD-Vorschlag für bessere interkommunale Verbindung

Die SPD-Fraktion hatte in einer Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Infrastruktur im September 2025 angefragt, ob die Linie 357 über die Stadtgrenze hinaus verlängert werden könnte. Hintergrund sind Einrichtungen wie Seniorenzentren, Pflegeheime, Arztpraxen und Bildungseinrichtungen in den Essener Stadtteilen Hörsterfeld, Horst und Eiberg, die für Dahlhauser nur mit aufwändigen Umstiegen erreichbar sind.

Die Sozialdemokraten schlugen zwei Varianten vor:

  • Verlängerung bis zur Haltestelle Hörsterfeld mit Anschluss an die Essener Linien 164/184

  • Verlängerung bis zum S-Bahnhof Eiberg mit Anschluss an die S-Bahn-Linie 1

Verwaltung sieht Parallelverkehr als problematisch

Die Verwaltung begründet ihre ablehnende Haltung in Absprache mit der BOGESTRA und der Stadt Essen mit mehreren Argumenten. Beide vorgeschlagenen Verlängerungen würden parallel zur bestehenden S-Bahn-Linie S3 verlaufen, die bereits von Bochum-Dahlhausen über den S-Bahnhof Horst nach Essen-Steele führt.

Bereits vor fünf Jahren musste der Takt der S3 aufgrund schwacher Fahrgastnachfrage von 20 auf 30 Minuten ausgedünnt werden. Eine zusätzliche Buslinie parallel zu diesem bereits schwach frequentierten Schienenverkehr würde gegen Wirtschaftlichkeitsprinzipien verstoßen, so die Einschätzung.

Hohe Kosten ohne entsprechenden Nutzen

Die prognostizierten Mehrkosten für eine Verlängerung der Linie 357 lägen im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich. Diese würden zusätzliche Fahrpersonalkosten, Fahrzeugvorhaltung und Infrastrukturkosten umfassen. Zudem müsste die Stadt Essen als Aufgabenträger diese zusätzliche Leistung bei den Verkehrsunternehmen bestellen, was nach Absprache nicht vorgesehen ist.

Ein von der SPD angeregter einjähriger Versuchsbetrieb wird ebenfalls abgelehnt. Das Risiko, die Verbindung nach dem Testzeitraum wieder einstellen zu müssen, sei zu hoch. Die Kosten müssten andernorts im Liniennetz eingespart werden, was zu Leistungseinschränkungen in besser ausgelasteten Bereichen führen könnte.

Alternative Maßnahmen in Prüfung

Die Verwaltung verweist darauf, dass die Grunderschließung der Gebiete durch die S-Bahn S3 und lokale Buslinien im Essener Stadtgebiet bereits gewährleistet ist. Die vorgeschlagene Buslinie würde lediglich eine Komfortsteigerung für einen geringen Teil der Fahrgäste bieten, jedoch keinen fundamentalen Mangel beheben.

Im Rahmen der Fortschreibung der Nahverkehrspläne beider Städte sollen alternative, wirtschaftlichere Maßnahmen zur Optimierung der interkommunalen Verkehre geprüft werden. Grenzüberschreitende Verkehre bleiben weiterhin im Fokus der Planungen.

Beratungen

Bezirksvertretung Bochum-Südwest (5. Sitzung)
29.04.2026