Umbau des Kreisverkehrs Hansastraße/Gewerbestraße in Bochum-Wattenscheid – Wirksamkeit und Unfallstatistik
20260322 · Antwort der Verwaltung · 03.03.2026 · Tiefbauamt
▶ KI-Zusammenfassung: Kreisverkehr Wattenscheid: 34 Unfälle seit 2002 führten zu 278.000-Euro-Umbau
Unfallbilanz über 23 Jahre
Seit der ursprünglichen Fertigstellung im Februar 2002 bis zum Umbau 2025 verzeichnete die Verkehrsunfalldatenbank (Euska) insgesamt 34 Verkehrsunfälle. Die Verteilung zeigt das Ausmaß der Problematik:
2 Unfälle der Kategorie 2 (schwer verletzte Personen)
23 Unfälle der Kategorie 3 (leicht verletzte Personen)
9 Unfälle der Kategorie 4 (hoher Sachschaden)
Leichte Sachschäden wurden nicht berücksichtigt, da diese laut Erlass bei der Feststellung von Unfallhäufungsstellen nicht relevant sind.
Umfangreiche Informationskampagne
Zur Information der Anwohner und Verkehrsteilnehmer ergriff die Stadt verschiedene Maßnahmen: 2.400 Informationsschreiben wurden in einem erweiterten Verteilkreis versandt, zusätzlich erhielten rund 100 Unternehmen im Umfeld per E-Mail Informationen. Im Baustellenbereich wurden Hinweisschilder aufgehängt und eine Presseinformation über Print- und Radiomedien verbreitet.
Wirksamkeit noch nicht bewertbar
Ob der im November 2025 fertiggestellte Umbau bereits Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit hat, lässt sich laut Verwaltung derzeit noch nicht beurteilen. Die Behauptung, dass PKW weiterhin regelmäßig den Innenring nutzen, konnte weder von Polizei noch Verwaltung bestätigt werden.
Kosten-Nutzen-Diskussion abgelehnt
Die aktuellen Kosten des Umbaus betragen 278.000 Euro, zusätzlich entstehen noch Aufwendungen für Markierung und weitere Straßenbauarbeiten. Eine Kosten-Nutzen-Diskussion lehnt die Verwaltung ab: Die Beseitigung von Unfallhäufungsstellen gehöre zu den zentralen Aufgaben der Unfallkommission, der Gesetzgeber habe die Verbesserung der Verkehrssicherheit als oberstes Ziel festgelegt.
Weitere Maßnahmen sind derzeit nicht geplant. Die Situation wird jedoch weiter beobachtet, und sollten sich weitere Unfälle ereignen, würden zusätzliche Maßnahmen im Rahmen der Unfallkommission geprüft.
▶ KI-Zusammenfassung: Kreisverkehr Hansastraße/Gewerbestraße: 34 Unfälle seit 2002 registriert
Unfallstatistik zeigt deutliche Problematik
Die Auswertung der Verkehrsunfalldatenbank ergab für den Zeitraum seit Februar 2002 insgesamt 34 Verkehrsunfälle der Kategorien 1-4 am Kreisverkehr. Darunter befanden sich zwei Unfälle mit schwer verletzten Personen, 23 Unfälle mit leicht verletzten Personen sowie neun Unfälle mit hohem Sachschaden. Leichte Sachschäden flossen nicht in die Statistik ein, da diese bei der Feststellung von Unfallhäufungsstellen nicht relevant sind.
Die Unfallkommission stellte fest, dass Fahrzeuge durch die Nutzung des Innenrings mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Kreisverkehr fuhren und häufig die Vorfahrt missachteten.
Umbau soll Verkehrssicherheit verbessern
Der im November 2025 abgeschlossene Umbau kostete 278.000 Euro, wobei noch weitere Aufwendungen für Markierung und Straßenbauarbeiten hinzukommen. Die Maßnahme zielte darauf ab, den Innenring mittels Betonfertigteilen so zu erhöhen, dass Pkw abgebremst werden, während Lkw weiterhin die Durchfahrt nutzen können.
Wirksamkeit noch nicht beurteilbar
Ob der Umbau bereits Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit hat, lässt sich laut Verwaltung derzeit noch nicht beurteilen. Die Behauptung, dass Pkw weiterhin regelmäßig den Innenring nutzen, konnte weder von der Polizei noch von der Verwaltung festgestellt werden.
Umfassende Informationskampagne durchgeführt
Zur Information über die Baumaßnahme verschickte die Stadt rund 2.400 Informationsschreiben an Anlieger und kontaktierte zusätzlich etwa 100 Unternehmen per E-Mail. Ergänzend erfolgte eine Presseinfo über Print- und Lokalfunkmedien sowie Informationsschilder im Baustellenbereich.
Weitere Maßnahmen bei Bedarf geplant
Die Verwaltung rechtfertigt die Ausgaben mit dem gesetzlichen Auftrag zur Beseitigung von Unfallhäufungsstellen und verweist auf die Vision Zero als Grundlage aller verkehrlichen Maßnahmen. Eine Kosten-Nutzen-Diskussion sei daher nicht zielführend. Sollten sich weitere Unfälle ereignen, werden zusätzliche Maßnahmen im Rahmen der Unfallkommission geprüft.