Unbesetzte offene Stellen / Stellenüberhänge
20260516 · Antwort der Verwaltung · 19.03.2026 · Amt für Personalmanagement, Informationstechnologie und Organisation
▶ KI-Zusammenfassung
Positive Entwicklung bei Personalgewinnung
Die Stadtverwaltung Bochum hat ihre Stellenbesetzungsquote gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Mit 91,42 Prozent setzt sich der positive Trend fort, wie aus der Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion, UWG: Freie Bürger und FDP hervorgeht. Die Verbesserungen im Recruiting-Bereich zeigen bereits Wirkung - sowohl die Dauer von Stellenbesetzungen konnte reduziert als auch länger unbesetzte Stellen erfolgreich besetzt werden.
Große Unterschiede zwischen den Ämtern
Die Besetzungsquoten variieren erheblich zwischen den einzelnen Fachbereichen: Während die Bezirksverwaltungsstellen, das Museum Bochum und die Musikschule vollständig besetzt sind (100 Prozent), weisen kleinere Bereiche wie die Stabsstelle Integration (69,33 Prozent) oder das Referat des Oberbürgermeisters für gesamtstädtische Angelegenheiten (70,85 Prozent) niedrigere Quoten auf. Bei kleinen Fachbereichen führen bereits wenige freie Stellen zu deutlichen Auswirkungen auf die Gesamtquote.
Knapp die Hälfte der Vakanzen kurzfristig
Von insgesamt 467 unbesetzten Stellen sind 218 (47 Prozent) weniger als sechs Monate vakant. Weitere 162 Stellen (34 Prozent) bleiben zwischen sechs und 18 Monaten unbesetzt. 69 Stellen (15 Prozent) sind bereits länger als 24 Monate nicht besetzt. Diese werden im Rahmen der Budgetdialoge überprüft, um zu klären, ob sie perspektivisch entfallen können.
Besonderheiten bei Feuerwehr und Rettungsdienst
Der Großteil der unbesetzten Stellen im Dezernat III entfällt auf die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Dies ist den Besonderheiten der feuerwehrrechtlichen Beamtenlaufbahn geschuldet, da Wiederbesetzungen ausnahmslos durch Übernahmen aus der Ausbildung erfolgen. Bis zum Ausbildungsende bleiben die Stellen daher unbesetzt.
Über 100 Austritte für 2026 absehbar
Für das laufende Jahr rechnet die Verwaltung mit etwa 104 freiwerdenden Stellen. Davon entfallen knapp 48 auf Altersaustritte, etwa 52 auf das Ende befristeter Verträge und gut fünf auf sonstige Beendigungen. Zusätzlich wurden Stellen aufgelistet, die sich aktuell in der Besetzung befinden.
Vorsorge für Tarifsteigerungen
Für anstehende Tarif- und Besoldungserhöhungen hat die Verwaltung eine pauschale jährliche Steigerung von 2,5 Prozent in die Haushaltsplanung eingestellt. Diese Fortschreibung basiert auf den jeweiligen Gesamtjahresbruttopersonalkosten.