Mehrjährige Förderung der Freien Kulturszene 2027 - Änderungsantrag der AfD-Fraktion -
20260810 · Änderungsantrag · 19.03.2026 · Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation
▶ KI-Zusammenfassung
Komplette Streichung für Bahnhof Langendreer
Der weitreichendste Einschnitt betrifft den Bahnhof Langendreer, dem die AfD die komplette Förderung streichen will. Die Fraktion begründet dies damit, dass es "demokratischen Bürgern nicht länger zuzumuten" sei, mit knapp einer halben Million Euro jährlich eine Örtlichkeit zu finanzieren, in der "kaum verbrämt dazu aufgerufen wird, gewaltsam Parteitage zugelassener Parteien zu verhindern."
Freie Theaterszene soll über fünf Jahre auslaufen
Auch die freie Theaterszene soll nach dem AfD-Konzept über fünf Jahre komplett aus der städtischen Förderung fallen. Die Begründung: Mit dem 30 Millionen Euro jährlich kostenden Schauspielhaus erfülle die Stadt ihre Pflicht zur Theaterförderung bereits. Die betroffenen Vereine sollen sich künftig über Crowdfunding, Sponsoring und Eintrittsgelder selbst finanzieren.
Figurentheater bleibt, Eisenbahnmuseum wird gestärkt
Verschont bleiben soll hingegen das Figurentheater, das nach Ansicht der AfD ein "bundesweites Alleinstellungsmerkmal" darstelle. Allerdings soll der Fritz-Wortelmann-Preis gestrichen werden. Eine massive Erhöhung der Förderung plant die Fraktion für das Eisenbahnmuseum, das ihrer Ansicht nach "touristisch unterbewertet und entsprechend unterfinanziert" sei.
Heimatvereine profitieren, "Gender und Diversity" fällt weg
Stärker gefördert werden sollen künftig Vereine und Chöre, die sich der Heimatpflege widmen und bislang nur ein "Taschengeld" erhalten hätten. Komplett gestrichen werden sollen dagegen "Vernetzungsprojekte" wie der Bochumer Kulturrat oder das "Centrum Kultur" der AWO sowie sämtliche Projekte im Bereich "Gender und Diversity".
Begründung mit wirtschaftlicher Lage
Die AfD begründet ihren Antrag mit der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Angesichts einer "Insolvenzwelle" und mehr als drei Millionen Arbeitslosen sei die "Anspruchshaltung von Teilen der Kulturszene" nicht mehr zeitgemäß. Das "Notwendige" müsse Vorrang vor dem "Wünschenswerten" erhalten.