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VBW Bauen und Wohnen GmbH hier: Wirtschaftsplan 2026

20260179 · Beschlussvorlage der Verwaltung · 19.03.2026 · Amt für Finanzsteuerung

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KI-Zusammenfassung: VBW plant 2026 mit Millionen-Investitionen in Neubau und Modernisierung

Umsatzerlöse steigen um 5,2 Prozent

Die VBW erwartet für 2026 Umsatzerlöse von 102,1 Millionen Euro – ein Plus von 5,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Wesentlicher Treiber sind steigende Sollmieten aus der Wohnungsvermietung um 2,7 Millionen Euro. Diese resultieren aus moderaten Mieterhöhungen nach § 558 BGB (0,5 Millionen Euro), Anpassungen bei öffentlich geförderten Objekten (0,4 Millionen Euro) sowie zusätzlichen Mieteffekten aus Neubauprojekten und Wiedervermietungen.

Die Leerstandsquote bleibt mit geplanten 1,80 Prozent weiterhin gering. Zusätzliche Erlössteigerungen von 2,5 Millionen Euro erwartet das Unternehmen aus Umlagen für Betriebs- und Heizkosten.

Herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Wirtschaftsplanung 2026 ist geprägt von schwierigen Bedingungen: Die konjunkturelle Situation in Deutschland, steigende Bau- und Energiepreise, hohes Zinsniveau sowie regulatorische Vorschriften beeinflussen die Geschäftsentwicklung. Der Zinsaufwand steigt aufgrund des Fremdkapitalbedarfs für Modernisierungs- und Neubaustrategie um 0,5 Millionen Euro auf 9,3 Millionen Euro.

Investitionsschwerpunkt: Modernisierung und Neubau

Von den geplanten Investitionen in Höhe von 52,7 Millionen Euro fließen 30,5 Millionen Euro in Modernisierungsmaßnahmen und 20,3 Millionen Euro in Neubauprojekte. Die deutlich gestiegenen Modernisierungsaktivitäten (von 16,8 auf 25,4 Millionen Euro) führen auch zu höheren aktivierten Eigenleistungen von 4,2 Millionen Euro.

Neubauprojekte und Modernisierungsmaßnahmen

2026 sollen Neubauprojekte mit 45 Wohneinheiten starten: 21 Wohnungen in Kornharpen (8,3 Millionen Euro Investitionsvolumen) und 24 Wohnungen im Glockengarten (5,6 Millionen Euro). Im Frühjahr ist mit der Fertigstellung von 99 neugebauten Wohnungen zu rechnen, davon 44 öffentlich gefördert und 55 frei finanziert.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie plant die VBW den Start der Modernisierung von 307 Wohnungen, um den Bestand energetisch zu optimieren und CO₂-neutral umzustellen. Hierfür werden auch öffentliche Fördermittel eingesetzt.

Bestandsentwicklung

Der VBW-Bestand wächst von 13.022 auf 13.121 Wohnungen. Insgesamt verfügt das Unternehmen dann über 18.861 Einheiten (inklusive Garagen, Stellplätze und Gewerbe) mit einer Gesamtfläche von 985.236 Quadratmetern.

Die Beratungsfolge sieht Vorberatungen im Ausschuss für Beteiligungen und Controlling (17. Februar) sowie im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss (11. März) vor. Die finale Entscheidung trifft der Rat am 19. März 2026.

KI-Zusammenfassung: VBW plant 2026 mit 52,7 Millionen Euro Investitionen und 11,4 Millionen Euro Gewinn

Der Rat soll dem Wirtschaftsplan der städtischen Wohnungsgesellschaft VBW für 2026 zustimmen. Das Investitionsvolumen steigt auf 52,7 Millionen Euro, davon fließen über 50 Millionen in Neubau und Modernisierung. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen plant die VBW einen Jahresüberschuss von 11,4 Millionen Euro.

Die VBW Bauen und Wohnen GmbH steht vor einem investitionsintensiven Jahr 2026. Der Wirtschaftsplan, der am 19. März vom Rat beschlossen werden soll, sieht Investitionen von 52,7 Millionen Euro vor – deutlich mehr als in den Vorjahren. Die Stadt Bochum ist über die Stadtwerke Holding mit 68,89 Prozent an der VBW beteiligt.

Umsätze steigen trotz schwieriger Lage

Die Umsatzerlöse sollen 2026 um 5,1 Millionen Euro auf 102,1 Millionen Euro steigen. Den größten Anteil hat dabei die Vermietung von Wohnungen, deren Sollmieten um 2,7 Millionen Euro auf 68,4 Millionen Euro wachsen sollen. Dies resultiert aus moderaten Mieterhöhungen nach § 558 BGB (0,5 Millionen Euro) sowie Anpassungen bei geförderten Objekten (0,4 Millionen Euro). Zusätzliche Effekte entstehen durch Neubauten und Wiedervermietungen.

Die Leerstandsquote bleibt mit geplanten 1,80 Prozent weiterhin gering. Auch die Umlagen für Betriebs- und Heizkosten steigen um 2,5 Millionen Euro.

Modernisierung im Fokus der Investitionen

Das Investitionsprogramm konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte: 30,5 Millionen Euro fließen in Modernisierungsmaßnahmen, 20,3 Millionen Euro in Neubauprojekte. Die hohen Modernisierungsausgaben resultieren daraus, dass zahlreiche Projekte 2025 aufgrund fehlender Förderzusagen verschoben werden mussten.

Für 2026 ist der Start der Modernisierung von 307 Wohnungen geplant, wobei auch öffentliche Fördermittel eingesetzt werden sollen. Dies ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie, um den Wohnungsbestand energetisch zu optimieren und CO₂-neutral umzustellen.

Neubauprojekte in Kornharpen und Glockengarten

Nach dem Baubeginn von 45 Wohnungen im Quartier Feldmark im Jahr 2025 sollen 2026 weitere 45 Wohneinheiten in Angriff genommen werden: 21 in Kornharpen (Investitionsvolumen 8,3 Millionen Euro) und 24 im Glockengarten (5,6 Millionen Euro).

Im Frühjahr 2026 ist zudem die Fertigstellung von 99 neugebauten Wohnungen zu erwarten, davon 44 öffentlich geförderte und 55 frei finanzierte Einheiten.

Personalkosten steigen um über zehn Prozent

Der Personalaufwand soll um 1,2 Millionen Euro auf 11,9 Millionen Euro steigen – ein Plus von 11,4 Prozent. Hauptgrund ist die tarifliche Anpassung um 3,1 Prozent zu Jahresbeginn. Zusätzlich entfällt ein Sondereffekt aus 2025, als Ertragsbuchungen bei der Pensionsrückstellung die Kosten um 0,6 Millionen Euro reduzierten.

Bestand wächst kontinuierlich

Der Wohnungsbestand der VBW soll von 13.022 auf 13.121 Einheiten wachsen. Auch die Zahl der Garagen und Stellplätze steigt von 5.515 auf 5.614. Die Gesamtwohnfläche erhöht sich auf 868.003 Quadratmeter.

Der Wirtschaftsplan durchläuft zunächst den Ausschuss für Beteiligungen und Controlling (17. Februar) sowie den Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss (11. März), bevor der Rat am 19. März entscheidet.

Beratungen

Rat (5. Sitzung)
19.03.2026
Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss (3. Sitzung)
11.03.2026
Ausschuss für Beteiligungen und Controlling (2. Sitzung)
17.02.2026